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Neue internationale Studie: Der Markt für nachhaltigen Tourismus boomt

Laut der neuesten Prognose von Market Research Future (MRFR) vom Juli 2025 könnte der Markt für nachhaltigen Tourismus weltweit bis 2034 auf das Zehnfache anwachsen. Die Forschungstrends sprechen für sich.

1. Der Marktwert des grünen Tourismus wird sich in den nächsten 10 Jahren verzehnfachen

Der grüne und nachhaltige Tourismus hat längst den Status eines Nischenmarktes hinter sich gelassen. Laut der Studie von MRFR betrug der Marktwert im Jahr 2024 1,73 Milliarden US-Dollar, doch bis 2034 wird dieser Wert auf 14,4 Milliarden steigen – das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 23,6 %. Dies übertrifft bei Weitem das allgemeine Wachstumstempo des globalen Tourismus und zeigt deutlich den sprunghaften Anstieg der Nachfrage nach nachhaltigen Produkten. Laut der Studie ist dieses dynamische Wachstum auf das gestiegene Umweltbewusstsein der Touristen, das Engagement des globalen Tourismussektors für Nachhaltigkeit und die wachsende Nachfrage nach lokalen Erlebnissen zurückzuführen.

1. Der Marktwert des grünen Tourismus wird sich in den nächsten 10 Jahren verzehnfachen

2. Europa hält seine Position stabil – doch es gibt internen Wettbewerb

Obwohl Nordamerika derzeit der größte Akteur auf dem Markt für grünen Tourismus ist – 2022 machte es 45,8 % des globalen Umsatzes aus –, behält Europa seine Position stabil, insbesondere durch Länder wie Deutschland und das Vereinigte Königreich. Ungarn – als EU-Mitglied – hat eine gute Ausgangsposition, doch um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist eine Modernisierung der Infrastruktur, die Entwicklung einer bewussten touristischen Kommunikation sowie die aktive Einbindung lokaler Gemeinschaften in den nachhaltigen Tourismus unvermeidlich.

Auch die Asien-Pazifik-Region zeigt ein dynamisches Wachstum, insbesondere unter der Führung von China und Indien. Treibende Kräfte sind hier das Auftreten einer jungen, umweltbewussten Reisegruppe sowie die sich schnell verbessernde touristische Infrastruktur.

Darüber hinaus spielen auch Lateinamerika und Afrika eine zunehmend wichtige Rolle im Bereich des grünen Tourismus: Globale Daten zeigen, dass verantwortungsvoller Tourismus nicht mehr nur eine kleine Zielgruppe anspricht – so stieg das Interesse an grünem Tourismus in Nepal um 24 % und in Kenia um mehr als 37 %, während Costa Rica, Äthiopien oder die Galapagos-Inseln immer beliebtere Ökotourismus-Destinationen werden.

2. Europa hält seine Position stabil – doch es gibt internen Wettbewerb

3. Wandel der Besuchererwartungen

Hinter dem Aufschwung des nachhaltigen Tourismus steht eindeutig der Wandel der Besuchererwartungen. Laut dem Bericht von Market Research Future (MRFR) suchen immer mehr Touristen nach umweltfreundlichen und sozial verantwortlichen Lösungen: 80 % der Befragten gaben an, dass sie nachhaltige Unterkünfte bevorzugen würden oder zumindest gelegentlich grüne, umweltfreundliche Dienstleistungen wählen würden. Dieses Bewusstsein zeigt sich nicht nur bei der Unterkunftswahl, sondern auch bei der Auswahl von Aktivitäten – immer mehr Menschen suchen nach Erlebnissen, die nicht nur unterhalten, sondern auch einen positiven Einfluss auf die lokale Gemeinschaft oder die Umwelt haben.

Dieser Bewusstseinswandel bringt auch auf der Anbieterseite Veränderungen mit sich: Größere Tourismusunternehmen erwähnen Nachhaltigkeit nicht mehr nur zu Marketingzwecken, sondern machen sie zu einem integralen Bestandteil ihrer Geschäftsstrategie. Immer mehr Hotelketten und Reiseveranstalter entwickeln grüne Lieferketten, führen ESG-basierte Betriebsmodelle ein oder veröffentlichen regelmäßige Nachhaltigkeitsberichte. Trotz der hohen Anfangsinvestitionen setzen Marktteilnehmer auf umweltfreundliche Lösungen, da sie erkennen: Langfristige Wettbewerbsfähigkeit basiert auf wertorientiertem Handeln.

Reisende sammeln heute nicht nur Erinnerungen, sondern möchten auch einen Einfluss ausüben – und sie erwarten, dass die von ihnen gewählten Anbieter diese Einstellung teilen. Dieser Trend zeigt auch für den ungarischen Tourismussektor eine klare Richtung: Ein authentisches, gemeinschaftsbasiertes und nachhaltiges Angebot bietet nicht nur moralische, sondern auch marktwirtschaftliche Vorteile.

3. Wandel der Besuchererwartungen

Das explosive Wachstum des grünen und nachhaltigen Tourismus zeigt: Die Zukunft des Reisens ist bewusster, wertorientierter und verantwortungsvoller. Destinationen, Anbieter und Entscheidungsträger müssen sich nicht nur anpassen – sie sollten den Wandel aktiv mitgestalten.

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